Brandgefahr: Lithium-Akkus richtig lagern und laden

R+V-Infocenter: Akkus können bei falscher Nutzung oder Defekt Brände verursachen

Brandgefahr: Lithium-Akkus richtig lagern und laden

(Bildquelle: Pixabay)

Wiesbaden, 18. April 2024. Ob im Laptop, Staubsauger oder Rasenmäher – Lithium-Akkus sind in vielen Geräten verbaut. Doch die Energiespeicher können Brände verursachen, wenn sie falsch genutzt werden oder einen Defekt haben. Darauf weist das Infocenter der R+V Versicherung hin.

Sie sind leicht, halten lange und laden schnell wieder auf: „Lithium-Akkus sind inzwischen in unzähligen Geräten des täglichen Gebrauchs zu finden“, sagt Christine Gilles, Expertin für Sachschäden bei der R+V Versicherung. Gleichzeitig steigt die Zahl der Brände, die auf die kleinen Energiespeicher zurückgehen. „Das hängt vor allem damit zu tun, dass Lithium-Akkus falsch gelagert oder geladen werden“, erklärt Gilles.

Akku kann explodieren

Die meisten Brände entstehen während des Ladevorgangs, etwa wenn das Original-Ladegerät defekt ist oder ein anderes Ladegerät verwendet wird. „Dann kann es zu einem Kurzschluss und einer Überladung kommen“, erklärt R+V-Expertin Gilles. Die gespeicherte Energie wird schlagartig und unkontrolliert abgegeben – der Akku kann in Flammen aufgehen oder explodieren. Das passiert mitunter erst nach Stunden oder Tagen.

Kritisch ist auch, wenn ein Akku länger nicht geladen wurde: „Durch die Tiefenentladung besteht erhöhte Brandgefahr, daher sollte man das Gerät beim Aufladen im Blick behalten.“ Weiterer Tipp der Expertin: Akkus immer auf einem feuerfesten Untergrund laden, damit ein Brand nicht auf andere Bereiche übergreifen kann.

Was viele unterschätzen: Wenn Geräte auf den Boden fallen, werden Akkus oft beschädigt. Dann können sie sich verformen, aufblähen oder verfärben – und sich letztlich selbst entzünden. „In solchen Fällen sollte man den Akku prüfen und schon bei kleinsten Anzeichen eines Defekts austauschen“, sagt Christine Gilles. Auch direkte Sonnenstrahlung oder starke Hitze sollte vermieden werden: „Eine Überhitzung kann ebenfalls eine Zündung auslösen“, warnt die R+V-Expertin.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:

– Lithium-Akkus in Kinderspielzeug sollte immer unter Aufsicht von Erwachsenen geladen werden.

– Rauchmelder sind in jedem Wohnraum ratsam, in dem Akkus aufgeladen werden – unabhängig davon, ob in dem Raum eine Rauchmelderpflicht besteht oder nicht.

– Vorsicht: Bei einem Brand kann der Akku gesundheitsgefährdende Gase und Substanzen freisetzen.

– Ein in Brand geratener Akku sollte mit viel Wasser gelöscht und anschließend feucht gehalten werden, damit er sich nicht neu entzündet.

– Batterien und Akkus gehören nicht in den Hausmüll, sondern in Sammelbehälter im Einzelhandel oder auf einen Wertstoffhof.

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Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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