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Dez
13

Nach zwei Jahren im Gefängnis ist ein Mönch aus dem Kloster Labrang halbseitig gelähmt

IGFM München

(NL/1033241801) Man befürchtet, daß Thapkey Gyatso, ein tibetischer Mönch aus dem Kloster Labrang, der mit einer Strafe von 15 Jahren in einem chinesischen Gefängnis in der Provinz Gansu einsitzt, nach Jahren der Mißhandlung in einem kritischem Gesundheitszustand ist.

Ein Freund, der Thapkey Gyatso im Juli dieses Jahr besuchte, berichtete, Thapkey sei an einem Ort namens Dianxin, 100 km von Lanzhou, der Provinzhauptstadt von Gansu, entfernt, eingesperrt. Er sei halbseitig gelähmt und habe sein Augenlicht fast verloren.

Thapkey wurde am 18. März 2008 von den Sicherheitskräften von PAP und PSB im Kloster Labrang festgenommen. Ein Jahr lang, bis zu dem Gerichtsprozeß, fehlte jede Spur von ihm. Am 19. Mai 2009 klagte ihn das Mittlere Volksgericht der Präfektur Kanlho der „Beeinträchtigung der nationalen Sicherheit“ an und verurteilte ihn zu 15 Jahren Gefängnis (1).

Das Gerichtsurteil über Thapkay Gyatso, das Radio Free Asia (RFA) zugespielt und das im März 2010 veröffentlicht wurde (2), besagt, Thapkey sei schuldig gesprochen worden, weil er am 14. März 2008 bei den Straßenprotesten tibetische Schneelöwen-Flaggen mit sich herumgetragen und anderen weitergereicht, sowie Informationen an „separatistische“ Gruppen im Ausland geliefert habe.

„Daher gelangte das Gericht zu dem Schluß, daß Thapkey Gyatso andere Personen zur Durchführung von separatistischen Aktivitäten aufhetzte, es spricht ihn der Verletzung der Art. 55, 56, und 103 des Strafgesetzes der Volksrepublik China schuldig und verurteilt ihn zu 15 Jahren Gefängnis und Entzug der politischen Rechte für weitere fünf Jahre“.

Der damals 34jährige Thapkey stammt aus dem Dorf Sangkhog, Bezirk Sangchu, Labrang, sein Vater heißt Naga. Nach Durchlaufen der Grundschule und der Bezirksmittelschule wurde Thapkey Mönch im Kloster Labrang. Er betätigte sich auch schriftstellerisch, und seine Essays wurden unter dem Pseudonym Amalha in regionalen Journalen und Blättern veröffentlicht.

(1) 27. Mai 2009, „China verweigert Angehörigen Zugang zu den zu langjährigen Haftstrafen verurteilten Mönchen von Labrang“, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2009/TsultrimGyatsoLabrang_Besuchverweigert_27.5.html

(2) 5. März 2010, „Gerichtsdokumente über die Inhaftierung eines tibetischen Mönches“, http://www.igfm-muenchen.de/tibet/RFA/2010/GerichtsdokumenteThabkheGyatsoTashiDhondup_5.3.html

Quelle: TCHRD, www.tchrd.org, Phayul, www.phayul.com
Diese Pressemitteilung wurde im Auftrag übermittelt. Für den Inhalt ist allein das berichtende Unternehmen verantwortlich.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Jürgen Thierack
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