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Mrz
25

Medipresse: 8 Irrtümer über Rückenschmerzen

Nicht jeder Bandscheibenvorfall ist eine Folge von Verschleißerscheinungen

Medipresse: 8 Irrtümer über Rückenschmerzen

Rückenschmerzen Spezial bei Medipresse.de

In kaum einem anderen Medizinbereich hat sich in den letzten Jahren so viel getan wie bei der Therapie von Rückenschmerzen und Wirbelsäulenproblemen. So ist zum Beispiel nicht jeder Bandscheibenvorfall die Folge von Verschleißerscheinungen und gerade einmal zehn Prozent müssen nach Expertenschätzungen wirklich operiert werden. Die Kenntnis über die wichtigsten Rücken-Irrtümer kann darüber entscheiden, ob wir beschwerdefrei durchs Leben gehen – oder von Schmerzen gebeugt.

Rückenschmerzen Irrtum Nr. 1: Verschlissene Bandscheiben sind der Grund für Rückenschmerzen

Irrtum! „Lediglich etwa 5 Prozent aller Rückenschmerzen sind durch einen akuten Bandscheibenschaden verursacht. 95 Prozent sind unspezifisch, das heißt, es gibt keinen wirklich besorgniserregenden Grund für diese Schmerzen „, so Dr. med. Martin Buchholz, Facharzt für Chirurgie und Orthopädie sowie Vorstandsmitglied im Bundesverband der deutschen Rückenschulen (BdR) e.V.

Rückenschmerzen Irrtum Nr. 2: Bei Rückenschmerzen ist Sport tabu

Im Gegenteil: „Wer sich regelmäßig bewegt, hat ein geringeres Risiko, Rückenschmerzen zu bekommen“, sagt Dr. Buchholz. Empfehlenswert sind gelenkfreundliche Sportarten wie Schwimmen, Wandern oder Nordic Walking. Die Bewegungsabläufe regen die Muskeltätigkeit an und beugen Schmerzen vor. Schonung und Ruhe dagegen sind kontraproduktiv.

Rückenschmerzen Irrtum Nr. 3: Rückenprobleme erkennt man auf dem Röntgenbild

Nicht unbedingt. „Bildgebende Verfahren wie etwa das computergestützte Röntgenbild (CT) liefern zwar präzise und faszinierende Aufnahmen der knöchernen Strukturen, sagen aber im Grunde nichts über den Grad der Beschwerden des Betroffenen aus“, sagt Dr. med. Martin Marianowicz, einer der führenden Rückenspezialisten in Deutschland.

Rückenschmerzen Irrtum Nr. 4: Radfahren strapaziert die Bandscheiben

Irrtum! „Bei einer optimalen Haltung auf dem Rad mit leicht nach vorn gebeugten Oberkörper gerät die Rückenmuskulatur unter Vorspannung und stabilisiert den Rumpf“, sagt Prof. Ingo Froböse von der Sporthochschule in Köln. Besonders die Region im Bereich der Lendenwirbelsäule, die bekanntlich leicht durch Bandscheibenvorfälle gefährdet ist, wird durch die gleichmäßigen Bewegungen gestärkt.

Rückenschmerzen Irrtum Nr. 5: Ernährung hat keinen Einfluss auf den Rücken

Ganz und gar nicht! Der Speiseplan hat sogar großen Einfluss auf die Wirbelsäule. „Gelenke, Muskeln, Bandscheiben – alle benötigen Vitalstoffe aus der Nahrung“, sagt Dr. Marianowicz. „Zunächst einmal ist es wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, das sollten am Tag mindestens zwei bis drei Liter sein. Der Gallertkern, der wie eine Art Gelkissen im Inneren der Bandscheibe sitzt, besteht zu 90 Prozent aus Wasser und muss permanent versorgt werden. Abgesehen davon, stärken Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zusätzlich den Rücken. An Vitaminen sind insbesondere B, C, D und E hervorzuheben. Vitamin B sorgt für einen ausgewogenen Muskelapparat und ist wichtig für die Versorgung der Nervenleitungen, Vitamin C und E sind gemeinsam für einen dichten Knochenbau und starke Gelenke verantwortlich. Wichtig sind insgesamt eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf „Ungesundes“ wie Fast Food und Fertiggerichte. Der Hauptgrund für die Osteoporose bei Männern im Alter ist übrigens der Alkoholkonsum.“

Rückenschmerzen Irrtum Nr. 6: Harte Matratzen sind gut für den Rücken

Falsch! Das Ergonomie Institut in München (EIM) hat im Rahmen einer Untersuchung festgestellt: Mittelweiche Unterlagen sind die rückenfreundlichsten. Und um Verspannungen vorzubeugen und Wirbelsäule sowie Bandscheiben zu entlasten, haben sich flexible Unterfederungen bewährt. Denn nur eine anpassungsfähige Unterfederung unterstützt die Wirbelsäule in jeder Position.

Rückenschmerzen Irrtum Nr. 7: Stehen belastet, Sitzen entspannt

Irrtum! Die Belastung ist nahezu identisch. Prof. Hans Joachim Wilke vom Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik der Universität Ulm hat in einem aufwendigen Experiment den Druck in einer gesunden Bandscheibe gemessen. Dafür schob er einem Kollegen einen Drucksensor zwischen den vierten und fünften Lendenwirbel. Ergebnis: „Wer sich darauf konzentriert, aufrecht zu sitzen, belastet die Bandscheiben ähnlich stark wie jemand, der entspannt steht“, sagt Prof. Wilke. In Zahlen bedeutet das: Wer sich betont aufrecht hält, mutet seinen Bandscheiben einen Druck von vier bar zu, wer entspannt steht fünf. Zum Vergleich: In einem Autoreifen herrscht ein Druck von etwa 2,5 bar. Liegen übt übrigens mit einem bar Belastung den geringsten Druck auf die Bandscheiben aus.

Rückenschmerzen Irrtum Nr. 8: Bei einem Bandscheibenvorfall hilft nur eine OP

Irrtum! „90 Prozent aller Schmerzen, die durch Bandscheibenvorfälle und ähnliches hervorgerufen werden, klingen mit einer konservativen Therapie innerhalb von sechs bis zwölf Wochen von alleine ab“, sagt Dr. Marianowicz. „Der chirurgische Eingriff ist nur dann berechtigt, wenn beispielsweise im Bein oder Arm schon Lähmungserscheinungen auftreten oder ein Nerv abstirbt. Insgesamt sind laut Studien aber gerade einmal ein bis vier Prozent aller Rückenpatienten von solchen Umständen betroffen. Sämtliche anderen Beschwerden lassen sich vollständig ohne Operation beseitigen.“ Bildquelle:kein externes Copyright

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