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Mrz
04

Grauer Star: Zwischen Starstich und Laser-OP

Die Operation des Grauen Star hat eine lange Geschichte

Grauer Star: Zwischen Starstich und Laser-OP

Heute eine der häufigsten Augen Operation in Deutschland: Die Katarakt OP. (Bildquelle: © sdecoret – Fotolia.com)

Die Katarakt, also die charakteristische Eintrübung der Augenlinse, ist bereits seit sehr langer Zeit bekannt. Im alten Ägypten wurden zwar Erkrankungen des Auges beschrieben und Behandlungsvorschläge schriftlich dokumentiert, über die Behandlung der Katarakt finden sich jedoch keine Dokumente. Aus dem Altertum, dem Mittelalter und der frühen Neuzeit ist hingegen die Praktik des „Starstechens“ bekannt, die zur Behandlung der Katarakt angewendet wurde. Der sogenannte Starstich wurde seit der vorchristlichen Zeit in Babylonien bis ins Mittelalter durchgeführt.

Rabiat und wenig erfolgreich: Das Starstechen bei Grauem Star

Das Prinzip beim Starstich war relativ simpel: Durch den Stich einer Nadel wurde die Linse des Auges auf den Boden des Augapfels gedrückt. Dies hatte zur Folge, dass Licht ohne Hindernisse auf die Netzhaut einfallen konnte. Aufgrund mangelnder Hygiene führte der Starstich in vielen Fällen zu Infektionen und damit zur vollständigen Erblindung oder sogar zum Tod. Oftmals entstand in der Folge des Starstichs eine starke Weitsichtigkeit. Durchgeführt wurde der Eingriff durch die sogenannten Starstecher, die häufig Wundärzte waren. Die Praxis des Starstechens war recht brachial: Der Kopf des Patienten wurde durch einen Helfer festgehalten und an die Brust gedrückt. Der Starstecher stach dem Patienten eine Nadel in den Augapfel, durchtrennte die Zonulafasern und drückte die Linse auf den Grund des Glaskörpers. Dort hielt er sie noch einige Zeit fest, um das Aufsteigen der Linse zu verhindern. Nach dem Eingriff wurden beide Augen verbunden.

Entwicklung moderner Therapien zur Behandlung von Grauem Star

Gegen 1750 entstand die Idee, den Grauen Star durch das Einsetzen einer Glaslinse zu behandeln, der erste Eingriff fand 1766 statt. Die Idee, die Augenlinse gegen eine Kunstlinse auszutauschen, war ein Meilenstein in der Therapie des Grauen Stars. Heute wird der Graue Star durch das Einsetzen künstlicher Linsen therapiert. Hierbei werden jedoch keine Glaslinsen verwendet. Der Eingriff ist simpel und für den Patienten schmerzlos. Dabei kommt moderne Lasertechnologie unter Lokalanästhesie über Augentropfen zum Einsatz: Es wird ein ca. 2,5 mm großer Schnitt durchgeführt, durch den die Augenlinse zunächst mit Ultraschall oder Laserpulsen zerkleinert und dann entfernt wird. Danach wird die Kunstlinse eingesetzt. Der Eingriff ist kurz und schmerzfrei. Durch die Verwendung von Premiumlinsen, z. B. Multifokallinsen, kann gleichzeitig eine optimale Sehstärke erreicht werden, so dass Brillen oder Kontaktlinsen nicht mehr getragen werden müssen.

Bildquelle: © sdecoret – Fotolia.com

Die Operation bei Grauem Star kann in der Regel ambulant durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff, bei dem die Linsenvorderkapsel geöffnet und die Linse meist mithilfe von Ultraschall oder durch einen Femtosekundenlaser zerkleinert und anschließend entfernt bzw. abgesaugt wird. Danach wird eine spezielle Kunstlinse, eine sogenannte Intraokularlinse, in den leeren Kapselsack eingesetzt. Auch die Ausheilung erfolgt in der Regel komplikationslos – die kleine Öffnung verschließt sich von selbst. Katarakt-Operationen sind nach heutigem Standard ein sehr sicherer Eingriff. Dadurch, dass die Kunstlinse individuell angepasst wird, kann eine bestehende Fehlsichtigkeit korrigiert werden.

Kontakt
Bundesverband Medizintechnologie e.V.
Elke Vogt
Reinhardtstr. 29b
10117 Berlin
030 / 246255-0
030 / 246255-99
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http://www.initiativegrauerstar.de

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