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Dez
02

Fünf Donaukraftwerke lassen in Bayern die Züge rollen

Die Rhein-Main-Donau AG investierte jetzt über 33 Millionen Euro in die Generalsanierung der umweltfreundlichen bayerischen Flusskraftwerke – für weitere 30 Betriebsjahre.

(NL/3981333075) Bittenbrunn – Sie wurden in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut, um die im Vorfeld der Olympischen Spiele 1972 geplanten Münchner U- und S-Bahn-Netze mit Strom zu versorgen: die vier Donau-Kraftwerke zwischen Ingolstadt und Bertoldsheim. Seitdem liefern sie die Energie, damit in Bayern die Züge rollen. Jetzt haben die umweltfreundlichen vier Wasserkraftwerke ein zweites Leben erhalten: Mehr als 33 Millionen Euro investierte die Rhein-Main-Donau AG in die vier Anlagen, die kostengünstiger und umweltneutraler als viele anderen alternativen Energiequellen regenerative Energie produzieren. „Die Revision habe die Kraftwerke jetzt fit gemacht für weiter 30 Jahre CO2-freie Stromproduktion“, sagte Stefan Meyer, Technikvorstand der Donau-Wasserkraft AG, einem Tochterunternehmen der Rhein-Main-Donau AG.

In den nächsten Tagen soll die dritte von vier Sieben-Megawatt(MW)-Turbinen im Donaukraftwerk Bittenbrunn bei Neuburg an der Donau wieder angefahren werden. Damit endet ein sechseinhalb-jährige Revisionsmarathon, der die vier großen Donaukraftwerke Bertoldsheim, Bittenbrunn, Bergheim und Ingolstadt auf den neuesten technischen Stand bringt. Die Kraftwerke Bertoldsheim, Bittenbrunn, Bergheim, Ingolstadt und Vohburg gehören zu einer Kette von fünf Donaukraftwerken zwischen der Lech-Mündung im Westen und Vohburg im Osten. Der in den Anlagen produzierte Strom fließt ausschließlich in die Stromversorgung der Bahn. Mit dem Wiederanfahren der Maschine 3 des Kraftwerks Bittenbrunn leistet der Kraftwerkskonvoi an der Donau bei normalen Wasserständen 106 Megawatt. Mit dem dabei im Lauf eines Jahres erzeugten Strom könnten 800 moderne ICE 3-Züge einmal komplett die Erde umrunden.

„In den kommenden Jahren sollen jetzt noch die Wehranlagen an den vier Wasserkraftwerken sowie am Kraftwerk Vohburg revidiert werden“, sagte der kaufmännischer Vorstand Wolfgang Fischbacher am Mittwoch beim Vorort-Termin in Bittenbrunn.

Für die Stromerzeugung der Donau-Wasserkraftwerke waren 2012 und ist auch 2013 ein gutes Jahr. Die Stromeinspeisung stieg 2012 um rund 17 Prozent von 591 Millionen Kilowattstunden in 2011 auf 691 Millionen Kilowattstunden. „Unser Kraftwerk Ingolstadt war dabei 2012 Spitzenreiter mit knapp 7.400 Volllaststunden“, sagte Fischbacher. Ohne Mega-Subventionen wie sie Wind und Sonnenkraftwerke erfordern, vermeidet der Betrieb der fünf Laufwasserkraftwerke an der Donau jedes Jahr rund 480.000 Tonnen CO2. Das entspricht dem Kohlendioxid-Ausstoß von 220.000 modernen Mittelklasse-Autos bei 15.000 km Jahreslaufleistung. Zudem „filtern“ die DWK-Anlagen im Durchschnitt rund 5.200 Kubikmeter Schwemmgut, in erster Linie Treibholz, aber auch Wohlstandmüll und Schrott aus der Donau.

Millionen investiert die Rhein-Main-Donau AG auch in die bessere ökologische Einbindung der Kraftwerke in den Naturraum der Donau. So wurde im Zuge des Baus des Kraftwerks Vohburg ein zweistelliger Millionenbetrag in einen Fischbypass investiert. Derzeit laufen die Planungen auch das Kraftwerk Ingolstadt bis 2016 mit Millionenaufwand für Fische passierbar zu machen.

Die schwellbetriebsfähigen Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 106 Megawatt haben eine durchschnittliche Jahreserzeugung (Regelarbeitsvermögen) von 641 Millionen Kilowattstunden, die sie rechnerisch in durchschnittlich rund 6235 Volllaststunden produzieren. Die Laufwasseranlagen gehören ebenso der Donau-Wasserkraft AG (DWK) wie das Pumpspeicherkraftwerk Langenprozelten im Landkreis Main-Spessart. Die DWK ist ein Tochterunternehmen der Rhein-Main-Donau AG (99,25%) und E.ON (0,75%).

Bis auf Vohburg sind die vier älteren Anlagen der DWK baugleich. Ihre Turbinen haben einen Laufraddurchmesser von 5,35 Meter. Alle fünf Laufwasserkraftwerke der DWK verfügen über jeweils drei Kaplanturbinen, die für die Stromerzeugung aus relativ wenig Fallhöhe und an Flüssen mit großer Wasserführung ideal sind. Durch die verstellbaren Leit- und Laufradschaufeln können Kaplanturbinen auf die jeweilige Wassermenge sehr gut angepasst werden und sind so bestens geeignet für den Einsatz an der Donau. Die Steuerung der Donaukraftwerke erfolgt von der rund um die Uhr besetzten Zentralwarte für die Wasserkraftwerke der E.ON in Landshut aus. Die Betriebsführung aller DWK-Anlagen obliegt E.ON.

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